Norsk Forlishistorisk Forening  

Der schatz des SAMSON'S

[SAMSONs homepage]

Rekonstruert bilde etter konstruksjons tegningene

Kaufmann, Konsul und Reeder.

Daniel Isaachsen hiess der Reeder, der SAMSON bauen liess. Er wurde 1744 in Kristiansand geboren als Sohn von Isaac Danielsen Smed und starb 1813.

Zuzeiten gebrauchte Daniel Isaachsen auch den alten Familiennamen, Willoch, als Zwischenname. Das heutige Willoch-Geschlecht stammt direkt von Daniel Isaachsen.

Daniel Isaachsen wohnte in Kristiansand, war Batawischer Konsul und trieb ein grosses Handelshaus. Er hatte mehrere Schiffe, die nach den dänisch/norwegischen Westindischen Inseln fuhren. Gegen Ende des 1800 Jahrhunderts wurde der Handel immer mehr lukrativ, und es gab einen Bedarf an mehreren und grösseren Schiffen. Er bewarb sich das Handelskollegium um eine Erlaubnis, ein sogenanntes "Verteidigungsschiff" zu bauen für Fahrt auf den Westindischen Inseln.

Samson entsteht.

Der Antrag wurde genemigt unter den Bedingung, dass er das Schiff laut den Zeichnungen bauen wurde, die von Fregattenkapitän, Henrik Von Gerner (1742-87), von der Marinewerft in Kopenhagen ausgearbeitet waren. Gerner war damals ein der tüchtigsten Schiffskonstrukteure. 1772 wurde er von der dänisch/norwegischen Flotte zum Fabrikmeister auf der Holmen Werft in Kopenhagen ernannt. Hier konstruierte er eine lange Reihe der damaligen modernsten Marine- und Verteidigungsschiffe.

Die Konstruktionszeichnungen vom 10. März und 5. Juli 1780 für SAMSON wurden an Daniel Isaachsen gesandt. Schon am 23. November dasselbe Jahr wurde das Schiff zu Wasser gelassen.

"Aus den feinsten Materialien" gebaut, "und so stark wie kein anderes Schiff in Norwegen". Laut Messbrief war das Schiff von 95 Kommerzlasten und mit 12 Stück Kanonen von je 6 Pfund versehen. Schiffsbaumeister, Thomas Natvig, und der Geselle, Andreas Aanonsen, Bestätigten, "so wahr ihnen Gott helfe und Seine heiligen Worte", dass das Briggschiff SAMSON laut den genannten Zeichungen er gebaut wurde.

Handelsschiffkapitän Randulff

Isaachsen hatte seinen Schwager, Niels Brønlund, als Kapitän angestellt. Brønlund sollte SAMSOM auf dessen Jungfernfahrt nach Madeira, St. Thomas, St. Jan und St. Croix fahren.

Randulff wurde 1733 geboren als Sohn vom Gutsbesitzer stellvertretendem Vogt in Lofoten und Vesterålen, Herman Pedersen Randulff, und er starb 1797 in Calmar, Schweden. Er kam nach Kristiansand und hat sich mit Hartvine Christensen verheiratet, Schwester von Isaachsen's Frau Tochter vom Stadtrad. Als Daniel Isaachsen's Schwager und hoch geschätzter Kapitän bewegte Randulff sich bald in den feinsten Kreisen der Stadt. Er wurde bald von Isaachsen als Kapitän dessen feinsten Schiffes angestellt, und es war Randulff deshalb nichts Neues, als er Kristiansand mit einem schönen neuen Schiff verlis mit Kurs nach den Westindischen Inseln.

 

 

SAMSON wird in festem Linienverkehr nach Westindien gesetzt.

Die Jahre vergingen mit Unterschiedlichen Erfolg in der Fahrt nach Westindien. Am 6. Juni 1785 verlässt es wieder Kristiansand mit Kurs nach St. Croix. Die Ladung bestand aus 20.000 Backsteinen, Kieferbrette, Aussenhaut, Birkenholz samt Hacken, Zimmermannsaxten, Schiffsnaben und Hämmern für die Negersklaven auf den Inseln. Am 17. August kommt es in St. Croix an. Es ist Mitte der schlimmsten Orkanzeit, und am 25. August frischt der Wind auf zu einem der kräftigsten Orkane der Geschichte. SAMSON und alle die anderen Schiffe im Hafen werden weit ans Land gefegt, welches grosse Schaden verursacht. Wegen Reparaturen und Mangel an Returladung bleibt SAMSON auf St. Croix bis zum 1. August 1786. Diesen Tag erscheint es vor Gericht und bestätigt, dass es folgendes für Kopenhagen geladen hat; 366 Fässer und 4 Tonnen Zucker samt 10 Fässern Rum und einer Partie Pockholz. Am 25. Oktober 1786 kommt es in Kopenhagen an.

Als es für einige Zeit für Abladen und Laden in Kopenhagen gelegen hat, lichtet Randulff den Anker am 3. Dezember mit Kurs nach Kristiansand. Im Laderaum liegen mehrere Siruptonnen, Tee, Teer, Seife, Spielkarten, Butter, Pockholz und diverse anderen Waren samt einer grossen Menge von "Getränken" (Rum). Ausser einer Mannschaft von 12 Männern hatte er 2 "Frauenzimmer" als Passagiere.

Die fatale Begegnung mit Homborsund's Schären.

Um die Mittagszeit den 11. Dezember 1786 bekommen sie die norwegische Küste zum ersten Mal in Sicht. Es ist ein starker Wind und grobe See. Sie setzen die Flagge nach Lotsen, aber ohne Erfolg. Während des Tages nimmt das Unwetter an Starke zu, und um 19 Uhr 00 können sie im Dunkel Brandungen in der Leeseite undeutlich sehen. Sie versuchen, über Stag zu gehen, aber es ist zwecklos, und plötzlich sind sie in der Mitte der Brandungen. SAMSON wird mit gewaltsamer Kraft ins Flachwasser geworfen. Das Schiff stösst auf Grund und legt sich auf die Seite während Wasser ins Schiff hereinströmt. In Verzweiflung feuern sie einen Kanonenschuss ab, um Hilfe zu bekommen, aber wegen des Geräusches von Brandungen und Wind wird der Knall von der schweren 6 Pfund Kanone nicht gehört. Schwer beschädigt wird SAMSON wieder von der Klippe geworfen, aber jetzt hat es seine Steuerungsfahrt verloren. Sie werden vom See herumgedreht und gegen einige Klippen in der Nähe eines Inselchens geschleudert. Gnadenlos verheeren die Naturkräfte das Schiff. Es Hilft dem Schiff nicht, dass es eines der stärksten in Norwegen ist, oder dass es den Namen SAMSON trägt.

Solides Schiffsbauholz aus Eiche wird in einem Inferno von Geräusch und Seewasser zersplittert, während Randulff Befehlt, den Grossmast zu kappen, "um das Schiff zu erleichtern und das Leben dabei zu retten, da die Hoffnung auf Rettung fast hoffnungslos war, und keine andere Rettung in Sicht war. Sie hacken sofort Want und Stag zum Grossmast und schaffen es gerade, als er über Bord geht. Das Schiff löst sich ein bisschen, und wird immer näher zum Land geführt. Alle sehen verzweifelt nach einer Rettung während sie auf dem schrägen Deck krabbeln, um etwas solides zu finden, an dem sie sich festhalten können. In der Verzweiflung rufen einige um Hilfe und andere rufen den Herrngot an.

Plötzlich werden sie von einer grossen Welle gegen das Land geworfen, dass die Blinderahe genau bis zur Felswand reicht. Alle krabbeln um ihr Leben gegen das Bugspriet, um zu versuchen, die Blinderahe und damit die Rettung zu erreichen, ehe es zu spät ist. Einer nach dem andern schaffen sie es, sich ans Land zu bergen, "ausser den Koch, der, als das Schiff sank, zum Vormars flüchten musste, wo er sitzen blieb". Er wurde den Tag danach gerettet, stark mitgenommen, aber am Leben.

Seebericht.

Am Mittwoch des 13. Dezember 1786 wird "ausserordentliches See-und Fremdengericht" im Haus von Anders Madsen auf der Insel Hombor bei Homborsund abgehalten. Der Kapitän erklärt den Vorgang, der von der Mannschaft "unter dem Abendmahl und mit hochgehobenen Fingern" bestätigt wird. Sie legten darauf sehr viel Wert, dass der Fehler auf die Mannschaft oder den Schiffer nicht zurückzuführen war, dass es allein durch Sturm, See, Strömung und Wetter verursacht war, was keine menschliche Macht es verhindern konte".

"Danach trat wieder der Kapitän Niels Randulff auf. Er beschuldigte Storm, Meer, Strömung des unglücklichen Vorfall. Er Vorderte absoluten Freispruch führ sich und seine Mannschaft.

Die Bergungsarbeiten werden organisiert.

In den nachfolgenden Tagen arbeitet die Mannschaft und der Kapitän zusammen mit Bergungsmannschaften aus Homborsund, um alle die Sachen zu retten, die das Meer vom Wrack losriss. Vom Wrack lässt sich fast nichts bergen, aber es gelingt ihnen schliesslich, etwas von der Ladung zu bergen. Am 3. Januar 1787 lassen sie das Wrack mit der ganzen Ladung und dem Inventar wie es auf dem Meeresboden lag öffentlich versteigern. Der Reeder und der Kapitän hatten einen Preis von 500 Reichstalern vorgebracht, aber dieser Preis war zu hoch. Nach einer Weile wird der Preis auf 250 Reichstaler reduziert, aber das Wrack wurde jedoch nicht verkauft. Die Einwohner in Homborsund waren der Meinung, dass die Chance dafür, etwas vom Wert zu bergen, so klein war, dass es sich nicht lohnen würde.

Nach ein Paar Wochen verlassen der Kapitän und die Mannschaft die Gegend, aber die Bergungsmannschaften, die von Bergungsleiter, Nicolai Holst, geleitet werden, setzen mit derselben intensen Stärke fort. Erst im November im nachfolgenden Jahr waren sie mit der Bergung fertig. Sie haben jetzt insgesamt folgendes gefunden: 29 Teertonnen, 30 Tonnen und 1 Fass Sirup. 13 Fässer, 1 Fass und 1 Oxhoft mit Getränken, 3 Halbtonnen Butter, 1 Kanne Öl, 1 Kasten mit einem Frauenzimmerhut, 1 Kasten mit Tee, 1 Koffer von Herrn Nyrop, einige Stückchen Leinen, 3 Bohlen ausländisches Holz samt einigen Vierteln mit grüner Seife. Die meisten der Waren werden versteigert, aber dies bringt nur wenig Geld ein verglichen mit dem Verlust des Schiffes.

Zurück zur Gegenwart.

Die Jahre vergingen, und SAMSOM's Schiffbruch und Rastort werden Langsam aber sicher vergessen.

1972 haben wir zum ersten Mal eine Erwähnung des Schiffes in einem lokalen Geschichtsbuch des Gebiets gefunden. Es wurde in kurzen Sätzen genannt, dass ein Schiff namens SAMSON ausser Homborsund einen Schiffbruch erliten hatte. Das Schiff wahr angeblich mit Stückgut geladen. Eine gründliche Nachforschung wurde von uns in Gang gesetzt, um so viele Dokumente wie möglich über das Schiff und den Schiffbruch zu finden. Die Jahre vergingen und die Dokumentenanzahl wuchs. Mittels dieser Dokumente konnte man sich ein klares Bild davon machen, was an der folgenschweren Dezembernacht 1786 geschah. Die genaue Position war nirgendwo beschrieben, weshalb es mit gründlichen Vorarbeiten und Studien von Wind und Stromrichtungen notwendig war, ehe wir ungefähr feststellen konnten, wo der Wrack sich befand.

Der erste Tauchgang.

Fast 200 Jahre nach SAMSON's fatalem Schiffbruch, am 12. August 1984, schien die Sonne über dem Süderlichen Idyll Homborsund. Das Meer war spiegelblank, auch auf den Klippen ausser Homborinsel. Wir schickten uns dazu an, den ersten Tauchgang zu machen auf der Stelle, an der das Wrack wahrscheinlich lag. Nach nur 5 Minuten unter Wasser fanden wir die ersten Reste des Schiffes. Im Laufe des Tauchgangs wurde es bestätigt, dass das Meer und die Schiffsbohrwörmer das Wrack während der 200 Jahre, in denen es auf dem Boden lag, sehr verheert hatten, aber wir hatten ohne Zweifel SAMSOM gefunden. Alle Details und Gegenstände zeugten davon.

Zusammenarbeit mit Norsk Maritimt Museum
(Norwegisches Seefahrtsmuseum).

Der Fund wurde sofort bei dem Norwegischem Seefahrtsmuseum gemeldet. Nach einer Zeit wurde vom Museum auch ein Registrierungstauchgang am Wrack unternommen, um Umfang und Fundkonzentrationen aufzunehmen. Wegen unserer guten und langen Zusammenarbeit mit dem Museum wurde uns Genehmigung zu weiteren Untersuchungen des Wracks erteilt. In der nachfolgenden Zeit wurden einige Tauchegänge zum Wrack gemacht. Die Funde, die getan wurden, waren wie erwartet, davon ausgesehen, dass viele Silbermünzen auftauchten. Dies war nicht gerade "Alltagskost".

Der Traum aller Taucher geht in Erfüllung.

Den 18. Juli 1988 war wieder ein seltener feiner und ruhiger Tag. Als wir uns auf einem routinemässigen Tauchgang zum Wrack in die Meerestiefe hinabgleiten liessen, hatten wir erwartet, einige Münzen zu finden. Der Tauchgang verlief normal, und am Ende hatten wir etwa 10 Silbermünzen gefunden. Wir waren dabei, den Tauchgang zu beenden, als wir einigermassen einen Schock bekamen. Das Gefühl, das Gesichtsfeld im Tauchermaske ganz von Silbermünzen gedeckt zu finden, gibt einen ganz speziellen Effekt. Vor uns lagen tonnenweise Silbermünzen. Wir nahmen einige schwarz-oxidierte Silbermünzen und rieben sie vorsichtig mit den Handschuhen. Die schwarze Schicht löste sich nach und nach, und Monogramme längst entschlafener Monarchen tauchten auf. "2 Groschen, 12 Groschen, 8 Groschen, 24 Groschen", es gab eine Menge verschiedene, spannende Münzen. Mehrere davon trugen das Zeichen von Kongsberg. Endlich, dachten wir, endlich waren wir dran.

Im Laufe der nachfolgenden Tage wurden die Münzen hochgezogen, nachdem Genehmigung von Norsk Maritimt Museum erteilt worden war.
Am 5. Mai 1989 erhielten die Taucher ihren Teil des Funds. Die Verteilung wurde 20% für den Staat und 80% für die Taucher.


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